Der Jahresausblick der Volksbank Rhein-Wehra zeigt Chancen und Risiken des Jahres 2018 auf

Der Jahresausblick der Volksbank Rhein-Wehra wird aus verschiedenen Perspektiven präsentiert: als echte wirtschaftliche Prognose und als Satire.

 

Informativ, kurzweilig und angereichert mit einem guten Schuss Satire: So erlebten zahlreiche Geschäftspartner und geladene Gäste den wirtschaftlichen Ausblick der Volksbank Rhein-Wehra „So wird 2018“ am Dienstagabend im Bad Säckinger Kursaal. Der Vorstandsvorsitzende Werner Thomann bezeichnete in seiner Begrüßung die Volksbank als mitgliederstärkste Organisation in der Region.

Mit dem Blick nach vorn gewandt, sah der Finanzexperte einen „frohen Ausblick in 2018“. Werner Thomann sprach sich in seiner Rede klar zum Bekenntnis für die Menschen in der Region aus. So habe die Volksbank Rhein-Wehra etwa ihre Mitarbeiter für die Teilnahme an der Sitzung des Kreistags zum Thema Spital Bad Säckingen freigestellt: „Wir zeigen Flagge.“ Thomann sicherte den Anwesenden zu, dass das Geldinstitut nicht beabsichtige, bei seinen Kunden Negativzinsen zu erheben.

Als Gastredner referierte Jan Holthusen, Leiter der Finanzmarktanalyse bei der DZ Bank Frankfurt, über die Themen Konjunktur und Kapitalmärkte, Zins- und Inflationsentwicklung sowie aktuelle Aktienmarktprognosen. Für die Entwicklung der Konjunktur sah der Experte gewisse Risiken auf politischer Seite. Sein Resümee: „Die Zeiten bleiben unsicher." Laut einer Umfrage werde die Entwicklung des Mittelstands extrem gut eingeschätzt. Mit Blick auf die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank rechnet Holthusen mit einer Erhöhung des Leitzinses frühestens im Jahr 2019. Sein abschließendes Fazit lautete: "Die Inflation ist kein Problem. Der Euro wird sich fester zeigen und die Aktienmärkte entwickeln sich positiv."

Aus dem Blickwinkel des versierten Kabarettisten betrachtete Stefan Reusch das vergangene "Jahr zwischen Gut und Börse“ und wagte einen wohldosierten Ausblick auf das, was 2018 bringen könnte. Politische Größen rund um den Globus bekamen dabei ihr Fett weg. Mit spitz formulierten Wortspielereien traf Reusch genau den Nerv des Publikums. Angela Merkel etwa verglich er ob ihrer erneut angestrebten Kanzlerschaft mit einem alten Fahrrad mit „Rücktrittbremse“. Geld, oder besser dessen Mangel, spielte passend zum Abend bei der Volksbank natürlich auch eine Rolle. Zum Thema Insolvenzen ein pragmatisches Beispiel: "Schiesser – trotz Eingriff pleite." Nach dem offiziellen Programm wurden im Foyer des Kursaales noch in lockerer Runde Meinungen ausgetauscht.

Südkurier, 24.01.2018